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Die Region Trier

Die Stadt Trier ist mit über 100.000 Einwohnern das Oberzentrum der gleichnamigen Region und versorgt in ihrem Einzugsbereich ca. 500.000 Menschen. Die nächstliegenden Oberzentren sind Luxemburg, Saarbrücken und Metz. Diese Städte bilden gemeinsam mit Trier einen Kern, der von ländlich dünner besiedelten Gebieten umgeben ist.

Die demographische Situation der Stadt Trier spiegelt den deutschlandweiten Trend wieder. So verlief die Bevölkerungsentwicklung seit den 70er Jahren weitgehend rückläufig. In den letzten Jahren waren die Bevölkerungszahlen konstant bzw. leicht steigend. Als starker Einflussfaktor ist die Entwicklung der Studentenzahlen der Universität und der Fachhochschule Trier zu nennen.
Die Region Trier ist gekennzeichnet durch eine niedrige Bevölkerungsdichte und eine Tendenz zur Abwanderung der Bevölkerung. Das ländlich geprägte Gebiet hat in besonderem Maß an den Folgen des Strukturwandels und den Auswirkungen der Konversion zu leiden.

Die älteste Stadt Deutschlands gilt mit einem beeindruckenden Kulturerbe, vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten, sowie abwechslungsreichen Angeboten aus dem Kultur-, Sport- (Handball, Basketball, Fußball) und Freizeitbereich als Anziehungspunkt für nationale und internationale Touristen. So zählt Trier jährlich etwa drei Mio. Tagesbesucher und fast 500.000 Übernachtungen. Im Vergleich zu anderen Großstädten liegen Wohn- und Lebenshaltungskosten deutlich unter dem Durchschnitt. Die Moselstadt stellt damit nicht nur für Touristen, sondern auch für Studenten und Betriebe einen attraktiven Standort dar.

Die Wirtschaftsstruktur ist durch eine ausgewogene Mischung gekennzeichnet, so bestehen neben Dienstleistungsunternehmen, große, kleine und mittelständische Unternehmen aus Handel und produzierendem Gewerbe. Trier ist Mittelpunkt des Weinbaugebietes Mosel-Saar-Ruwer, Standort namhafter Unternehmen der Nahrungs- und Genussmittelindustrie, der Textilindustrie, der Feinmechanik, des Baugewerbes sowie des Kunsthandwerkes.

Das Potenzial für effiziente Mobilität in Trier

Die Stadt Trier ist sowohl auf dem Wasser- und Luftweg-, als auch über Schiene und Straße zu erreichen. Trier ist an das europäische Autobahn- und Schienennetz sowie die internationalen Flughäfen Luxemburg und Frankfurt Hahn angebunden. Die Schienenanbindung erfolgt weitestgehend durch Züge des Regionalverkehrs, wodurch in der Regel Umsteigevorgänge in Koblenz oder Saarbrücken notwendig sind. Einzelne größere Gewerbestandorte in der Region werden durch den „Rheinland-Pfalz-Takt“ gut über die Schiene angebunden. Die vorhandene Zugverbindung nach Luxemburg wird der starken Pendlerverflechtung mit der benachbarten Bankenmetropole quantitativ und qualitativ nicht gerecht.

Im Stadtgebiet Triers besteht ein ausreichendes und gut abgestimmtes Bussystem, welches in die Region hinein jedoch deutlich ausgedünnt ist. Der vorhandene Busverkehr in der Region Trier ist stark auf die Schülerbeförderung ausgerichtet und wird anderen Verkehrszwecken kaum gerecht.

Im Stadtzentrum von Trier ist trotz mehrerer öffentlicher Parkhäuser aufgrund der Arbeitsplatzkonzentration und der großen Attraktivität als zentraler Einkaufsstandort ein erhöhter Parkraumdruck festzustellen. So wurden in den vergangen Jahren viele Flächen für Fußgänger und Radfahrer vom ruhenden Kfz-Verkehr in Anspruch genommen. In den äußeren Stadtbezirken und dem Umland von Trier herrscht hingegen ein geringerer Parkdruck, da hier ausreichend Flächen zur Verfügung stehen.
Die Region Trier ist für den touristischen Radverkehr gut erschlossen. Für den Alltagsverkehr mangelt es allerdings an qualitativ hochwertigen Verbindungen und einem zusammenhängenden Netz. Dies gilt auch für die Stadt Trier, welche derzeit jedoch ein modernes Mobilitätskonzept inkl. eines umfassenden Radverkehrsnetzes aufstellt.

Es gibt  in der Stadt und der Region mehrere Gewerbegebiete, in denen jeweils eine ausreichende Anzahl von größeren Betrieben angesiedelt ist. Diese Standorte verfügen über eine grundsätzlich gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr, wobei die jeweiligen Takte noch ausbaufähig sind. Ingesamt lässt sich also sagen, dass das Potenzial für eine nachhaltige Mobilitätsentwicklung in der Stadt Trier und der umgebenden Region als hoch eingestuft werden kann.

Mobilitätsmanagement in Trier

In mehreren Betrieben laufen derzeit Aktivitäten im Bereich des betrieblichen Mobilitätsmanagements. Als Chance und Basis für ein effizientes Mobilitätsmanagement kann insbesondere das große Interesse von Vertretern öffentlicher Gebietskörperschaften und anderer wichtiger Institutionen in der Stadt Trier bewertet werden. So haben im Rahmen des seit 2007 vor Ort laufenden Projekts "MobiMan" verschiedene Vertreter bereits aktiver Betriebe, Kammern, Verbände und Gewerkschaften ihre Kooperationsbereitschaft zur Etablierung eines effizienten Mobilitätsmanagements in der Stadt Trier erklärt. Darüber hinaus bestehen Überlegungen für eine Zusammenarbeit im Mobilitätsmanagement zwischen der Region und dem benachbarten Luxemburg.