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Die Region Rhein/Neckar

In der seit 2005 als Europäische Metropolregion anerkannten Region Rhein-Neckar leben rund 2,4 Millionen Einwohner auf 5.600 km². Den Mittelpunkt bilden die drei benachbarten kreisfreien Städte und Oberzentren Mannheim (310.000 Einwohner), Ludwigshafen (165.000 Einwohner) und Heidelberg (145.000 Einwohner) im Mündungsbereich des Neckars in den Rhein. Es sind weit über 100.000 Unternehmen in der Region mit einer Bruttowertschöpfung von ca. 62 Milliarden € angesiedelt. Die Exportquote beträgt 54% gegenüber einem Bundesdurchschnitt von 40%. In 22 Hochschulen mit 84.000 Studierenden sind doppelt so viele Beschäftigte im Bereich Forschung und Bildung tätig, wie im Bundesdurchschnitt.

Die Besonderheit der Region liegt darin, dass hier drei Bundesländer zusammentreffen, nämlich Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Mittels Staatsvertrag haben diese drei Länder seit 2006 die grenzüberschreitende Raumordnung und Regionalplanung gemeinsam geregelt. Motor und Klammer dieses Zusammenwachsens bildet der Verkehrsverbund Rhein-Neckar, der sich nach Osten und Westen weit über die Regionsgrenzen erstreckt. Nach Norden grenzt die Rhein-Main-Region und nach Süden die Technologieregion Karlsruhe an. Die Bevölkerung verteilt sich zu ca. 12% auf Hessen, 41% auf Rheinland-Pfalz und 57% auf Baden-Württemberg.

Das Potenzial für effiziente Mobilität in der Region Rhein/Neckar

Zu den besonderen Herausforderungen eines übergreifenden Mobilitätsmanagements in der Region zählt die unterschiedliche Ausprägung der  Infrastrukturangebote in den drei Bundesländern. Die Straßenverhältnisse in der Region können in allen Ländern als gut bis sehr gut bezeichnet werden. Die Angebote des Öffentlichen Personennahverkehrs können dagegen nur im pfälzischen Teil der Metropolregion als sehr gut angesehen werden.  Im hessischen Teil können sie als gut und im badischen Teil nur als befriedigend eingestuft werden. Auch der Ausbau des Radnetzes differiert zwischen den Ländern sehr stark. So kann das Angebot an ausgebauten und beschilderten Radrouten im pfälzischen Teil der Region als sehr gut, im hessischen Teil als gut und im badischen Teil auch wieder nur als befriedigend beurteilt werden.

Eine weitere Herausforderung liegt in der stark unterschiedlich ausgeprägten Bevölkerungsdichte in der Region. Die Metropolregion Rhein-Neckar ist im Einzugsbereich von Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg sehr dicht besiedelt. Hier leben über 2.000 Einwohner pro Quadratkilometer. Gleichzeitig gibt es im Odenwald und in der Pfalz ländliche Räume, in denen zum Teil weniger als 100 Menschen pro Quadratkilometer leben. Diese ländlichen Gegenden bieten besondere Entwicklungs- und Lebensbedingungen, die insbesondere als Naherholungsgebiete positiv zur Lebensqualität der gesamten Metropolregion beitragen. 

Mobilitätsmanagement in der Region Rhein/Neckar

Mobilitätsmanagement ist in der Region Rhein-Neckar bereits seit den 90er Jahren bei verkehrspolitischen Initiativen immer wieder Thema. Dies führte beispielsweise zu den zahlreichen Aktionstagen zur Förderung des Umweltverbundes, die oft auch in Verbindung mit dem Aktionstag "Mobil ohne Auto" von einzelnen Städten oder Agenda 21- Gruppen unterstützt wurden.

Der ADFC hat seither ca. 40 Betriebe bei der Aktion "Mit dem Fahrrad zur Arbeit" begleitet. Der VCD hat sich besonders bei der Einrichtung eines Carsharing-Angebots sowie der Einführung der S-Bahn engagiert. Der Verkehrsverbund VRN und die größeren Verkehrsbetriebe haben innovative und erfolgreiche Marketingstrategien entwickelt, wie beispielsweise das Maxx (Studenten- und Schülerticket) und das Job- und Regioticket und bieten auch individuelle Fahrplanberatungen an. 

Das Projekt "Wirtschaft-in-Bewegung" hat seit 2001 drei bundesweite Kongresse in der Region abgehalten, mit dem Fokus auf betriebliches Mobilitätsmanagement unter besonderer Berücksichtigung des Fahrrades. Einige Städte haben eigene Förderprogramme zur Unterstützung und Propagierung umweltfreundlicher Betriebe entwickelt, z.B. Mannheim, Heidelberg und Walldorf.

Wiesloch-Walldorf hat eine Mobilitätsmanagementstelle beim gemeinsamen ZV u.a. zur Organisation des gemeinsamen Stadtbusses eingerichtet. In Wiesloch hat 2009 das vom Stuttgarter Umweltministerium geförderte Agenda21-Projekt MOVE stattgefunden, dass unter Einbeziehung von bis zu 100 Ehrenamtlichen spürbare Erfolge bei der Reduktion des Kfz-Anteils und insbesondere der Allein-Autobenutzung erzielen konnte. In diesem Zusammenhang entstanden mehrere Schul-Geh-Bus-Aktionsgruppen in der Region.

Mit Eco-Consult ist einer der Marktführer beim Angebot von kraftstoffsparenden Autofahrtrainings in der Region ansässig.

Insgesamt kann das politische Klima für Mobilitätsmanagementmaßnahmen als positiv eingeschätzt werden.

Das regionale Netzwerk Rhein/Neckar

"effizient mobil" wird heute bereits durch einen eigens dazu gegründeten Möbilitätsmanagementbeirat mit folgenden Organisationen unterstützt:

  • IHK Rhein-Neckar
  • Rhein-Neckar-Verkehr (RNV) GmbH
  • Verkehrsclub Deutschland, Rhein-Neckar e.V.
  • Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) GmbH
  • Verband Region Rhein-Neckar (VRRN)
  • Verdi Rhein-Neckar
  • Stadt Heidelberg