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Die Region Freiburg

Die Region Freiburg besteht aus der Stadt Freiburg im Breisgau mit ca. 220 000 Einwohnern und den beiden benachbarten Landkreisen Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald. Diese Region umfasst zusammen ca. 630 000 Einwohner.

Die Wirtschaftsstruktur ist gprägt von Dienstleistung und Tourismus, aber ebenfalls von einer Vielzahl klein- und mittelständischer Industriebetriebe, mit einer maximalen Größe von 2000 Beschäftigten.

Die Stadt Freiburg und die meisten Städte und Gemeinden der Landkreise liegen in der Ebene des Oberrheintals, insbesondere entlang der Nord-Süd-Schiene der Eisenbahn. Diese wird gleichzeitig für den Fernverkehr und den ÖPNV genutzt mit den entsprechenden Problemen, dass der Takt für den ÖPNV nicht die eigentlich erforderliche Kapazität zulässt. Aber zum Kaiserstuhl und ins Elztal und Münstertal gibt es weiter Eisenbahnverbindungen, weitgehend im Halbstundentakt, ferner in der Stadt Freiburg ein gut ausgebautes Straßenbahnnetz, darüber hinaus ein ausgebautes Netz von Busverbindungen.

In den Schwarzwald führt die Höllentalbahn, ebenfalls im Halbstundentakt, ansonsten bedienen Busverbindungen diesen weitgehend ländlich struktrierten Raum im Gebirge.

Das Potenzial für effiziente Mobilität in Freiburg

Hinsichtlich des ÖPNV bilden Freiburg und die beiden Landkreise eine gemeinsame Region. Sie haben sich 1994 zum Zweckverband Regio-Nahverkehr Freiburg (ZRF) zusammengeschlossen. Es gibt einen Tarif-Verbund, dessen Kernstück die RegioKarte ist. Sie kostet derzeit als Monatskarte 45,50 Euro, als Jahreskarte 455 Euro. Mit dieser Karte kann man beliebig viele Fahrten im gesamten Gebiet der Region durchführen, und zwar auf den Linien aller Verkehrsunternehmen, die in der Region ÖPNV anbieten. Dazu gehören sowohl die DB und die SWEG, als auch die Breisgau-S-Bahn (BSB), die Südbaden-Bus-Gesellschaft (SBG), die Freiburger Verkehrs AG (VAG) und weitere 12 Busunternehmen. Eine Besonderheit dieser RegioKarte ist ihre Übertragbarkeit, ferner gibt es z.B. am Wochenende viele weitere Vorteile. Siehe dazu auch www.regio-verbund.de .

Mobilitätsmanagement in Freiburg

Als Ergänzung zur Verstärkung des umweltfreundlichen Verkehrs wurde im Jahr 2002 auf Initiative der Arbeitsgemeinschaft Umweltfreundlich zum Betrieb vom damaligen OB Böhme das Öko-Verkehrs-Siegel der Stadt Freiburg eingeführt. Dieses wird an Betriebe verliehen, die ein betriebliches Umwelt-Verkehrsprogramm durchführen.

Ein solches Programm fördert die Benutzung umweltfreundlicher Verkehrsmittel bei der Fahrt zur Arbeit. Manche Umwelt-Verkehrsprogramme enthalten ein ganzes Bündel von Maßnahmen für die Benutzung des ÖPNV, des Fahrrads und der Bildung von PKW-Fahrgemeinschaften. Das Öko-Verkehrs-Siegel wird jedoch an jeden Betrieb verliehen, der wenigstens eine solide Maßnahme durchführt, zu der er nicht aufgrund anderweitiger Bestimmungen verpflichtet ist. So praktizieren einige Betriebe z.B. die Vorfinanzierung der Regio-Jahreskarte.

Das Öko-Verkehrs-Siegel hat sich als zusätzliches Instrument der Stadt erwiesen, auf den umweltfreundlichen Berufsverkehrs steuernd Einfluss zu nehmen. Inzwischen wurden 26 Betriebe mit diesem Siegel ausgezeichnet, darunter die sechs größten Freiburger Betriebe. Weitere Einzelheiten, auch die Namen aller 26 Betriebe und die konkreten Maßnahmen von deren Umwelt-Verkehrsprogrammen sind zu ersehen unter www.oeko-verkehrs-siegel.de .

Das regionale Netzwerk in Freiburg

Das Aktionsprogramm Mobilitätsmanagement im Rahmen der Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums, durchgeführt von der Deutschen Energie Agentur GmbH (dena), wird in der Region Freiburg von der Arbeitsgemeinschaft Umweltfreundlich zum Betrieb durchgeführt.

Die Auftaktveranstaltung findet am 7. April 09 statt. Während das Öko-Verkehrs-Siegel bisher nur in der Stadt Freiburg praktiziert wird, ist es das Ziel des Aktionsprogramms, auch die Betriebe in den Landkreisen für betriebliches Mobilitätsmanagement zu gewinnen. Selbstverständlich gilt es auch zu erreichen, das noch weitere Betriebe aus der Stadt Freiburg partizipieren, bzw. die Maßnahmen für den umweltfreundlichen Verkehr noch verbessern und ergänzen. Deshalb sind zu der Veranstaltung insbesondere die Geschäftsleitungen und auch die Betriebsräte / Personalräte wichtiger Betriebe eingeladen.

Vertreter der Stadt Freiburg, der Landratsämter Breisgau-Hochschwarzwals und Emmendingen und der IHK Südlicher Oberrhein haben ihre Teilnahme zugesagt. Ferner der DGB, die IG Metall, die Gewerkschaft VERDI und die VAG (Freiburger Verkehrs AG).