Bundesweiter Wettbewerb
Innovative Konzepte im Mobilitätsmanagement

- pixelio.de (© Rainer Sturm)
Ambitionierte Gewinner gekürt
Im Rahmen der Abendveranstaltung „Zwei Jahre effizient mobil“ haben die dena und das Bundesumweltministerium am 10. Juni 2010 zehn Betriebe und Kommunen aus ganz Deutschland für ihre vorbildlichen Mobilitätsmanagementkonzepte ausgezeichnet. Die Gewinner haben Investitionskostenzuschüsse zur Umsetzung ihrer Konzepte erhalten. Die Preise im Gesamtwert von über 300.000 EUR wurden überreicht von Katherina Reiche, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, und Stephan Kohler, Vorsitzender der Geschäftsführung der dena. Teilnehmer der Veranstaltung waren etwa 120 Entscheider und Multiplikatoren aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verbänden.
Die Gewinner in der Kategorie "Kommunales Mobilitätsmanagement"
- 1. Platz: Städtenetzwerk Ruhrgebiet: Bochum - Bottrop - Duisburg - Essen - Gelsenkirchen - Dortmund – Oberhausen
- 2. Platz: Landkreis Vechta
- 3. Platz: Gemeinden Longuich und Fell
- 4. Platz: Stadt Weilheim i. Oberbayern
- 5. Platz: Auguste-Viktoria-Gymnasium und Max-Planck-Gymnasium, Trier
Die Gewinner in der Kategorie "Betriebliches Mobilitätsmanagement"
- 1. Platz: SMA Solar Technology AG
- 2. Platz: Universität Bremen
- 3. Platz: Verbund Aachener Krankenhäuser: Alexianer Krankenhaus Aachen GmbH, Luisenhospital Aachen, Katholische Stiftung Marienhospital, Aachen und Rehaklinik, Franziskushospital Aachen
- 4. Platz: Industriepark Höchst: Infraserv GmbH und Co., Höchst KG, traffiQ - Lokale Nahverkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH
- 5. Platz: FERROPOLIS – Stadt aus Eisen: FERROPOLIS GMBH, MELT! GMBH & CO.KG, Thema1 GmbH – Green Music Initiative
Klug geplant ist halb gewonnen! - Die Idee hinter dem Wettbewerb
Viele Einzelmaßnahmen des Mobilitätsmanagements mögen auf den ersten Blick gar nicht so spektakulär wirken. Fahrradständer gibt es ja nicht erst seit Kurzem. Mobilitätsmanagement ist aber viel mehr als die Summe seiner Einzelteile. Entscheidend ist die individuelle Auswahl und Ausgestaltung der Maßnahmen für den konkreten Standort und die konkrete Zielgruppe. Mobilitätsmanagement steht und fällt also mit dem zugrunde liegenden Konzept. Im Rahmen von „effizient mobil“ haben wir daher 10 gelungene und innovative Mobilitätsmanagement-Konzepte prämiert. Betriebe und Kommunen, die Mobilitätsmanagement-Maßnahmen für Ihren Standort geplant und diese klug auf die Erfordernisse vor Ort abgestimmt haben, waren eingeladen, am bundesweiten Wettbewerb für innovative Konzepte im Mobilitätsmanagement teilzunehmen.
Was gab es zu gewinnen?
Der Wettbewerb wurde in den Kategorien kommunales Mobilitätsmanagement und betriebliches Mobilitätsmanagement prämiert. Die Gewinner in beiden Kategorien haben Investitionskosten-Zuschüsse für die Umsetzung der ausgezeichneten Konzepte erhalten.
- 1. Preise: 50.000 € für die Umsetzung von Mobilitätsmanagement
- 2. Preise: 40.000 € für die Umsetzung von Mobilitätsmanagement
- 3. Preise: 30.000 € für die Umsetzung von Mobilitätsmanagement
- 4. Preise: 20.000 € für die Umsetzung von Mobilitätsmanagement
- 5. Preise: 10.000 € für die Umsetzung von Mobilitätsmanagement
- Begleitende Beratung und Evaluation der Umsetzung der 10 Gewinner-Konzepte
Wer konnte teilnehmen?
Teilnahmeberechtigt waren Kommunen und Betriebe (inkl. kommunale Betriebe, Krankenhäuser etc.), die Konzepte für eine künftige oder nicht vor Juni 2009 begonnene Umsetzung von Mobilitätsmanagement einreichen. Zielgruppe für den Wettbewerb waren Akteure, die für ihren eigenen Standort Mobilitätsmanagement-Konzepte entwickelt haben oder haben entwickeln lassen, nicht jedoch die Berater, Planungsbüros o.ä., die Mobilitätsmanagement-Konzepte für andere Akteure entwickelt haben.
Auswahlkriterien
Die Preisträger werden nach folgenden Kriterien ausgewählt:
- Effektivität: Die zu erwartende Wirkung der konzipierten Mobilitätsmanagement-Maßnahmen wird hinsichtlich der Reduzierung des Anteils von Pkw-Alleinfahrten und der damit verbundenen Reduktion von CO2-Emissionen abgeschätzt. Die Abschätzung wird durgeführt von zwei unab-hängigen Fachinstituten (ILS und ISB). Entsprechende Abschätzungen, die mit den Konzepten eingereicht werden, werden auf Plausibilität geprüft.
- Innovationscharakter und konzeptionelle Qualität: Wie gut ist das Konzept auf die spezifischen Bedingungen des Standorts und die Mobilitätsbedürfnisse der Zielgruppe zugeschnitten – sowohl was die Auswahl und Zusammenstellung der Maßnahmen, als auch ihre konkrete Ausgestaltung betrifft? Sind eigenständige und neuartige Ideen entwickelt worden?
- Übertragbarkeit und Vorbildcharakter: Können andere Akteure von dem Konzept lernen?
Die Jury
- Oliver Mietzsch, Hauptreferent für Verkehr, Deutscher Städtetag
- Mathias Samson, Leiter des Referates "Umwelt und Verkehr", Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
- Niels Hartwig, Leiter des Referates "Personenverkehr, Öffentliche Verkehrssysteme, Radverkehr" im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
- Matthias Knobloch, Leiter Parlamentarisches Verbindungsbüro Berlin, ACE Auto Club Europa e.V.
